Erweiterter Vorstand der ÖUOG und Kommandounteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres

Im Rahmen der erweiterten Vorstandssitzung der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) fand erstmals ein strukturierter Dialog mit den Kommandounteroffizieren des Österreichischen Bundesheeres am 26. Februar im Rahmen der Ausmusterung der Wachtmeister an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns statt.
Dieses erstmalige Zusammentreffen markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer engeren Abstimmung zwischen Interessenvertretung und militärischer Führungsebene im Bereich der Unteroffiziere. In einem offenen, sachlichen und von gegenseitigem Respekt getragenen Austausch wurde Einvernehmen darüber erzielt, künftig in zentralen Fragen abgestimmt und koordiniert vorzugehen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die aktuell besonders angespannte Personalsituation – insbesondere im Bereich der Unteroffiziere. Einigkeit bestand darin, dass die personelle Entwicklung die entscheidende Voraussetzung für Einsatzbereitschaft, Ausbildungsqualität und Führungsfähigkeit des Bundesheeres darstellt.
Der Aufbauplan „Bundesheer 2032+“ und die laufenden Modernisierungsschritte erhöhen die Anforderungen an Qualifikation, Verfügbarkeit und Führungsstärke der Unteroffiziere erheblich. Ohne eine nachhaltige Stabilisierung und Stärkung der personellen Basis besteht die Gefahr, dass materielle Investitionen ihre volle Wirkung nicht entfalten können.
Beide Seiten vereinbarten, den begonnenen Dialog in regelmäßigen Abständen fortzuführen und konkrete Vorschläge zur Verbesserung der personellen Situation zu erarbeiten. Ziel ist es, die Rolle des Unteroffiziers als Rückgrat des Bundesheeres nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Dieses erste Gespräch ist nicht Abschluss, sondern Ausgangspunkt einer vertieften Zusammenarbeit.
Gemeinsam tragen wir Verantwortung für die Zukunft des Unteroffizierskorps und damit für die Einsatzbereitschaft unseres Bundesheeres.