Die neuen Strukturen des Bundesheeres

Das Bundesheer wird grundlegend neu strukturiert. Mit diesen Maßnahmen sollen insbesondere die Einsatzkräfte gestärkt und Abläufe im Heer verbessert werden. Darüber hinaus soll durch die neue Organisation besser auf die aktuellen und erwartbaren Bedrohungen für Österreich reagiert werden können. 

Hier finden Sie die wesentlichen Änderungen:

Eckpunkte:

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Fünf neue Jägerbataillone stützen die Einsatzkräfte, 
– die Zuordnung von Truppen stärkt die Militärkommanden, 
– die Brigaden werden spezialisiert (mechanisiert, schnell, leicht, alpin).

Fünf neue Bataillone für das Bundesheer – davon werden erstmals seit 38 Jahren drei komplett neu aufgestellt.

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Die Jägerbataillone 1 (B), 15 (OÖ) und 7 (K) werden neu aufgestellt; das ist die erste Vergrößerung des Bundesheeres seit dem Jahr 1978 (!). 
– Das Fliegerabwehrbataillon 3 (Salzburg) und Teile Jägerbataillon 26 (Tamsweg) werden zum Jägerbataillon 8. 
– Das Stabsbataillon 6 (Innsbruck) und Teile Jägerbataillon 23 (Landeck) werden zum Jägerbataillon 6.

Infografik: Die neue Struktur der Territorialkräfte.

Das Kommando Schnelle Einsätze(KSE) wird von der bisherigen 3. Panzergrenadierbrigade aufgestellt.
Rasch verfügbar für Einsätze im In- und Ausland und Spezialisierung auf den Einsatz im urbanen Gelände, Hauptaufgabe ist die Unterstützung der Abwehr terroristischer Bedrohungen und die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung nach einer Terrorsituationen, in der mit den Sicherheitskräften nicht das Auslangen gefunden wird, Stärkung der Militärpolizei.

Die 4. Panzergrenadierbrigade bildet die „Schwere Brigade“.
Zusammenfassung aller mechanisierten Kräfte des Bundesheeres, Vorgesehen für robuste Einsätze im In- und Ausland, Fähigkeitserhalt der konventionellen militärischen Landesverteidigung.

Die 7. Jägerbrigade bildet die „Leichte Brigade“.
Vorgesehen für Einsätze zur Stabilisierung im Ausland, Unterstützung des Kommandos Schnelle Einsätze im Inland, luftlandefähig.

Das Kommando Gebirgskampfentsteht aus der ehemaligen 6. Jägerbrigade.
Spezialisierung für Einsatz im Mittel- und Hochgebirge, übernimmt Aufgaben im Rahmen eines europäischen Zentrums für Gebirgskampf, Koordinierung der Ausbildung der gebirgsbeweglichen Truppen des Bundesheeres.

Miliz:
Regionalbezug und stärkere Verschränkung mi Präsenzorganisation, Militärkommanden sind Träger der Milizausbildung, Verbesserung der materiellen Ausstattung und Ausrüstung.

Neue Aufgaben und Spezialisierung für Brigaden als Krisenreaktionskräfte:
– Die bisherigen Jägerbrigaden und mechanisierten Brigaden erhalten eine eindeutige Spezialisierung. 
– Dies entspricht einer klaren Ausrichtung auf die einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben des Bundesheeres.
– Die rasche Verfügbarkeit der Krisenreaktionskräfte wird vor allem durch Kader und Kaderpräsenzeinheiten sichergestellt.

Was ändert sich in den Bundesländern?

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Jedes Militärkommando wird künftig über ein Jägerbataillon verfügen. 
– Zusätzlich werden ihnen die Militärischen Service Zentren (Gebäudeverwaltung) in den jeweiligen Bundesländern zugeordnet.

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